Die Geschichte Düsseldorfs im Überblick
Die Entwicklung vom Dorf zur Stadt
Die Stadt Düsseldorf hat sich aus einem kleinen Fischerdorf entwickelt. Um das Jahr 700 n. Chr. wird ein Benediktinerkloster im späteren Kaiserswerth gebaut. Um dieses Kloster herum entwickelte sich das heutige Düsseldorf, das im 12. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Grad Adolf von Berg erhebt Düsseldorf schließlich im Jahre 1288 zur Stadt.
Durch Eingemeindungen wurde Düsseldorf immer größer. So wurden zum Beispiel im Jahr 1384 die heutigen Stadtteile Bilk, Golzheim und Derendorf eingemeindet. Zwischen 1510 und 1520 wird Düsseldorf zur Hauptstadt der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg. 1530 sucht eine schwere Pestepidemie die Stadt heim.
Bau des Gymnasiums, des ersten Krankenhauses und des Rathauses im Düsseldorf des 16. Jahrhunderts
1545 wird das erste Gymnasium gegründet, das heutige Görres-Gymnasium. Etwa 1000 Schüler besuchten dieses Gymnasium. Einige Jahre später wurde das erste Krankenhaus eingerichtet. Um 1570 beginnt der Bau des Alten Rathauses am Markt. Zwischen 1577 und 1580 beherrscht die Pest wieder die Stadt. Bei den Pestepidemien zwischen 1627 und 1629 sollen etwa 2000 Menschen ums Leben gekommen sein.
In den nächsten Jahrzehnten wurden viele Kloster und Kirchen gebaut. Um 1700 waren dies zum Beispiel die Klosterkirchen der Ursulinen und Cellitinnen, das Trappistenkloster in Mönchenwerth und das Kloster in Düsselthaln wurde neu gebaut. Um diese Zeit erschien außerdem die erste Zeitung in Düsseldorf. 1770 wird die öffentliche Bibliothek gegründet.
Musikalischer und wirtschaftlicher Auftrieb in Düsseldorf
Im Jahr 1818 fand das erste niederrheinische Musikfest statt. Ein Musikverein wurde gegründet. 1836 wurde die heutige Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrtsgesellschaft gegründet.
Von 1850 bis 1854 wirkt Robert Schumann als städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Die Eisenbahnstrecke Neuss-Oberkassel wird 1853 in Betrieb genommen. Seit 1860 besteht durchgehender Eisenbahnverkehr bis Berlin. 1870 wird die ältere der Eisenbahnbrücken in Hamm als erste feste Rheinbrücke im Stadtgebiet fertiggestellt.
1878 werden die Henkel-Werke nach Düsseldorf verlegt. 1891 ist das Entstehungsjahr des Hauptbahnhofs, des Elektrizitätswerks und des Volksgartens.
Um 1909 werden Wersten, Eller, Gerresheim, Heerdt, Himmelgeist, Ludenberg, Rath, Stockum und Vennhausen eingemeindet. Straßenbahn- und Omnibusslinien werden in Düsseldorf geschaffen. 1921 wird das Arbeitsamt eingerichtet. Im Jahr 1923 beginnt der Bau des Rheinstadions. Zwei Jahre später wird in Lohausen der städtische Flughafen eröffnet. Ab 1927 fliegt die Deutsche Lufthansa Düsseldorf an. 1929 werden Benrath, Garath, Hassels, Itter, Kaiserswerth, Lohausen, Reisholz und Urdenbach eingemeindet.
1935 wird die Rheinisch-Westfälische Börse in Düsseldorf eröffnet, als Zusammenschluss der Börsen Düsseldorf, Köln und Essen.
Zerstörung im 2. Weltkrieg
Beim Pogrom im November werden 1938 die große Synagoge in der Kasernenstraße und die Synagoge in Benrath niedergebrannt. Jüdischer Mitbürger werden verfolgt und ermordet. Zwei Jahre später fallen die ersten Bomben auf Düsseldorf. Nach 234 Luftangriffen und den sieben Wochen dauernden Arilleriebeschuss wird ca. die Hälfte der Stadt Düsseldorf zerstört. 6.000 zivile Tote müssen beklagt werden. 1945 wird die Stadt von amerikanischen Truppen besetzt und ein Vertrauensausschuss eingesetzt. 1946 wird Düsseldorf zur Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen.
Wiederaufbau und weitere Entwicklung der Stadt
1965 wird die Medizinische Akademie in eine Universität umgewandelt. 1971 wird das neue Messegelände in Betrieb genommen. 1973 findet der Spatenstich für den U-Bahn-Bau statt und die Fachhochschule wird eröffnet. Zwei Jahre später werden Wittlaer, Kalkum, Angermund, Hubbelrath, Hasselbeck-Schwarzbach, Unterbach, Monheim und Baumberg eingemeindet. Das Stadtgebiet Düsseldorfs wird in 10 Stadtbezirke mit eigenen Bezirksvertretungen eingeteilt. Ein Jahr später werden Monheim und Baumberg wieder ausgemeindet.
1981 werden erste Teilstücke der U-Bahn in Benutzung genommen. Der Fernmeldeturm am Hafengelände wird ein Jahr später eingeweiht. 1992 erhalten das Messegelände und das Rheinstadion einen Autobahnanschluss. 1999 werden die Gehry-Bauten (Kaistraße am Hafen) offiziell eröffnet, 2003 findet der erste Rhein-Marathon statt.
Heute hat Düsseldorf fast 600.000 Einwohner und gliedert sich in 10 Stadtbezirke mit 49 Stadtteilen.
